Frank Carius

Autor: Frank Carius
Enterprise Architect / Partner – auf LinkedIn vernetzen

Was vor nicht allzu langer Zeit noch die Ausnahme war, ist heute aus dem Alltag vieler Unternehmen nicht mehr wegzudenken. An Homeoffice führt kein Weg mehr vorbei. Doch so viele Vorteile das Arbeiten in den eigenen vier Wänden auch hat: Es bringt auch viele Herausforderungen mit sich, vor allem im Bereich der Netzwerkanbindung.

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche typischen Herausforderungen an Ihr Netzwerk gestellt werden und wie ein Netzwerkmonitoring im Homeoffice mit Rimscout Sie dabei effektiv unterstützen kann.

Netzwerkanbindung im Homeoffice

Spätestens seit Covid-19 arbeitet ein Großteil der Beschäftigten nicht mehr vom klassischen Büro aus, sondern von zu Hause oder anderen Arbeitsplätzen außerhalb des Firmennetzwerks. Hier liegt der Fokus zunächst auf einer sicheren Verbindung. Natürlich nutzt fast jeder ein VPN, um Daten verschlüsselt zu den Servern der Firma zu übertragen. Solange man das VPN nicht abschaltet, kann man sich als Nutzer theoretisch zurücklehnen und dem normalen Arbeitsalltag nachgehen – oder nicht?

Die Praxis zeigt jedoch, dass eine Verbindung aus dem Homeoffice alles andere als unproblematisch ist. Die Unternehmen haben zwar noch die Kontrolle über das verwendete Endgerät, aber spätestens beim Netzwerk sind die meisten Firmen außen vor. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen dem Mitarbeitenden zu Hause ein Internetanschluss und ein VPN-Router zur Verfügung gestellt werden. Vielmehr liegt der Anschluss in der eigenen Verantwortung, sei es der heimische DSL-Anschluss mit WLAN-Router, das WLAN im Hotel oder der Internetzugang in einem „Colocation“-Arbeitsplatz.

Typische Netzwerk-Herausforderungen im Homeoffice

Der Mitarbeitende erwartet jedoch im Homeoffice uneingeschränkt die gleiche Funktionalität wie im Firmengebäude. Dabei wird oft vergessen, dass man sich netzwerktechnisch an einem ganz anderen Ort befindet und anderen Randbedingungen unterliegt.

Fakt ist, dass einiges schief gehen kann und nicht alles in der Hand des Administrators liegt. Zu den typischen Herausforderungen gehören:

  • Überlastete WLAN-Verbindungen
    Die meisten Arbeitsplätze zu Hause verfügen über einen Router mit WLAN für den Internetzugang. Ein Patchkabel wird eher selten verlegt, da der Arbeitsplatz auch mal der Balkon, das Esszimmer oder ein Kellerraum sein kann. Andere Internetanwendungen wie ein Radio, Streaming oder die SmartHome-Steuerung werden ebenfalls über WLAN genutzt. Diese Flexibilität und Nutzungsvielfalt führt jedoch nicht selten zu instabilen Verbindungen, Störungen durch andere Geräte, Verbindungsabbrüchen und einer allgemein schlechten Netzwerkleistung, insbesondere bei gleichzeitiger Nutzung durch weitere Haushaltsmitglieder.

  • Fehlendes Netzwerkmanagement
    Im Unternehmensnetzwerk können Sie mit dem Netzwerkmanagement alle Access Points auswerten, Funklöcher oder schlechte Standorte nachbessern und wichtige Updates installieren. Im Homeoffice haben Sie in der Regel keinen Zugriff auf die Infrastruktur der Mitarbeitenden und selbst wenn, möchten Sie diese Teilnetze sicher nicht auch noch verwalten. Ein fehlendes Netzwerkmanagement erschwert die schnelle Diagnose und Behebung von Netzwerkproblemen, insbesondere wenn die Mitarbeitenden u.a. unterschiedliche Provider, Router-Modelle und WLAN-Konfigurationen nutzen.

  • DSL- Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit
    In der Werbung für Internetanschlüsse zu Hause werden oft hohe Geschwindigkeiten versprochen, die aber meist nur für den Downstream gelten. Downstream bezeichnet die Übertragungsrichtung in einem Netzwerk vom Dienstanbieter zum Verbraucher. Für die Office-Nutzung sind jedoch sowohl die Upload- als auch die Download-Geschwindigkeiten relevant. Neben dem theoretischen Durchsatz sind die Latenzzeiten, das Peering und das Routing entscheidend für eine stabile Verbindung. Anwender können diese Parameter in den meisten Fällen jedoch nicht analysieren und die wenigsten Provider geben diese Informationen öffentlich bekannt. Dies führt häufig zu einer Diskrepanz zwischen der beworbenen und der tatsächlich erlebten Performance, was sich negativ auf das Netzwerk auswirken kann.

  • VPN-Verbindung und Sicherheit
    Wenn Homeoffice und Sicherheit in einem Satz genannt werden, dann ist das VPN nicht weit. Es ist elegant einen Client über einen geschlossenen Tunnel und mit starker Authentifizierung über das Internet mit dem Firmennetzwerk zu verbinden. Dieser Weg ist auch korrekt, wenn die gewünschten Dienste alle im Firmennetzwerk bereitgestellt werden. Das Konzept funktioniert jedoch nicht optimal, wenn auch Cloud-Dienste genutzt werden müssen, da dann die Pakete einen langen Umweg über die Firma nehmen und den dortigen Internetzugang zusätzlich belasten. Zudem können falsch konfigurierte VPNs zu Sicherheitslücken führen und die Netzwerkgeschwindigkeit reduzieren.

Dies sind nur einige der täglichen Homeoffice-Herausforderungen, denen sich der IT-Betrieb eines Unternehmens stellen muss und die ohne geeignete Werkzeuge nicht effizient bewältigt werden können.

Innovatives Netzwerkmonitoring mit Rimscout

Solange die Endgeräte im LAN der Firma angeschlossen sind, ist das Netzwerk in der Regel unkritisch. Mit dem Homeoffice erweitern sich jedoch die Übertragungswege. Nun wird nur noch ein kurzer Abschnitt im LAN „verwaltet“, während die meisten Teilstrecken nicht mehr unter der Kontrolle der internen IT stehen.

Viele Netzwerkmonitorings sind auf diesen Teilstrecken blind, da nur der Serverraum und weniger das Endgerät im Homeoffice überwacht wird. Bei Rimscout liegt der Fokus auf dem Enduser. Über einen lokal installierten Client werden die Latenzen zu den genutzten Diensten direkt vom Endgerät des Nutzenden aus gemessen. Zusätzlich werden regelmäßig Informationen über die Netzwerkumgebung gesammelt, um festzustellen, ob sich der Mitarbeitende im Homeoffice oder im Büro befindet.

Überblick über die aktuelle Netzwerkperformance an verschiedenen Bürostandorten und im Homeoffice.

Rimscout führt kontinuierlich Verbindungstests durch und sammelt detaillierte Informationen über die Leistung von Geräten und Netzwerken in Echtzeit.
Dies ermöglicht eine genaue Analyse der Verbindung von den Clients bis zu den genutzten Diensten. Die gesammelten Daten werden an ein zentrales Portal übermittelt, was die Fehlersuche erleichtert. Durch den zusätzlichen Vergleich der Verbindungsqualität zwischen verschiedenen Standorten, Providern und Diensten werden besonders schlechte oder problematische Komponenten identifiziert. So können schnell globale Probleme von lokalen unterschieden werden.

In diesem Beispiel meldeten User aus dem Homeoffice Probleme mit Microsoft Teams. Ein Blick auf das Rimscout Portal zeigte, dass alle registrierten Standorte, inklusive der gesammelten Daten der Homeoffice-User, gleichzeitig Probleme mit Microsoft Teams bestätigten (dargestellt durch die roten Balken). Somit konnte von einer globalen Störung ausgegangen und das eigene Netzwerk im Homeoffice als Fehlerquelle ausgeschlossen werden.

Zusammenfassung

Das Arbeiten im Homeoffice bringt besonders in Bezug auf das Netzwerk vielfältige Herausforderungen mit sich, die die Produktivität und Stabilität der Arbeitsumgebung beeinträchtigen. Rimscout bietet eine innovative Lösung, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Durch kontinuierliche Verbindungsanalysen und eine zentrale Auswertung der Daten können schnell Zusammenhänge erkannt werden und Probleme nachhaltig gelöst werden. Dies führt zu einer stabilen und sicheren Netzwerkumgebung, die es Remote-Mitarbeitenden ermöglicht, genauso effektiv zu arbeiten wie im Büro.

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